.: logbuch ::

  • Reisebericht Thailand 2 Von Langkawi ueber Koh Lanta nach Phuket und Similan Islands
    25.03.2006
  • Reisebericht Thailand 1 mit Phuket, Phang Nga Bay und wieder zurueck nach Langkawi
    07.02.2006

  • Standortmeldung Phuket mit Reisebericht Sebana Cove Marina bis Thailand
    27.12.2005
  • Standortmeldung Jahore Malaysia mit Reisebericht Bali nach Jahore 03.12.2005
  • Standortmeldung Bali 2 mit Reisebericht Maumere/Flores bis Benoa/Bali 10.10.2005
  • Standortmeldung Flores mit Reisebericht West Timor bis Maumere/Flores 14.08.2005
  • Standortmeldung Darwin mit Reisebericht ab Cairns 03.08.2005
  • Standortmeldung Cairns mit Reisebericht Airlie Beach to Cairns 28.06.05
  • Standortmeldung Airlie Beach #2 mit Reisebericht Whitsunday Islands30.05.05
  • Standortmeldung Airlie Beach 20.05.05
  • Standortmeldung Gladstone 17.04.05
  • Australien
    Bundaberg bis Brisbane
    17.02.2005
  • Ueberfahrt von Port Vila,Vanuatu nach Bundaberg, Australien
  • Lamen Bay,Vanuatu:
  • Standortmeldung Vanuatu 2
  • Ueberfahrt von Suva, Fiji nach Port Vila, Vanuatu.
  • Ausgewaehlte alte Reiseberichte:
    Haengen geblieben, oder auch Tonga die Zweite 28.Oktober 2002
  • Standortmeldung Bora Bora 31.08. 2002
  • Standortmeldung Papeete/Tahiti mit Reisebericht ab Fatu Hiva 01.08. 2002
    Teil 1 und 2
  • Standortmeldung Darwin mit Reisebericht ab Cairns 03.08.2005

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    Von Cairns gings mit meinen beiden Crewmaedels aus Deutschland und Holland erst einmal zu den noerdlich Cairns vorgelageren Riffen.
    Upolu Cay, wo wir als erstes vor Anker gehen, wird zwar in dem schon wieder aufbrisendem Passat etwas ungemuetlich, aber die Haeufung kapitaler Giant Clams, die es dort unter Wasser zu bewundern gibt, entschaedigt dafuer vollauf.
    Michaelmas Cay und das dazugehoerige Riff bieten da schon mehr Schutz, den wir auch benoetigen, da der Wind zur aktuellen Starkwindwarnung auch eintrifft. Was auch sein Gutes hat, denn Michaelmas Cay wird laut Fuehrer von bis zu 100 Booten taeglich frequentiert, doch das Wetter reduziert diese Zahl auf 3, Freedom Fargo inclusive.
    Das Coral Cay ist ein wichtiger Brutplatz fuer Seevoegel. Alles ueberhalb der Hochwasserlinie ist fuer den menschlichen Verkehr gesperrt, was aber nicht ausreichen wuerde um den hier bruetenden Voegeln eine Koexistenz mit den das Eiland besuchenden Menschenmassen zu ermoeglichen. So kamen ein paar intelligente Leute auf die Idee ein kleines Stueck Strand fuer die Touristen einzuzaeunen. Darauf draengeln sich dann diejenigen, die nicht gerade an den Wassersportaktivitaeten teilnehmen um ihre "4 Stunden auf dem Riff" auch zu nutzen. Allein der Katameran, der jeden Tag fuer 4 Stunden neben uns fest macht, bringt rund 100 Besucher.
    Abgesehen von diesen 4 Stunden haben wir die Insel und das dazugehoerige Riff fuer uns alleine.


    Babytern, Michaelmas Cay

    Toelpel, Michaelmas cay

    Terns-kennt jemand den deutschen Namen?2

    Als der Wind soweit nachlaesst, dass zumindest die Starkwindwarnung aufgehoben wird geht es ueber Low Islets und Hope Island weiter nach Cooktown. Beides sind gut geschuetzte Ankerplaetze die wir aber aus Zeitmangel nicht naeher erkunden. In Cooktown dann erst einmal ein Wiedersehen mit Hans, der von Cairns mit dem Wagen zu einem letzten Treffen hoch kam bevor sich unsere Wege fuer laengere Zeit trennen.
    Was gibt es in Cooktown?-"Besoffene Abos" ist die Antwort die man im allgemeinen zu hoeren bekommt. Auf den ersten Blick stimmt das auch. Doch darueberhinaus gibt es noch eine rauhe, aber herzliche Landbevoelkerung bei der der Pioniergeist noch lebendig ist.


    Mount Cook;-)

    Die hatte ich erwartet etwas oefter zu sehen

    Nach der obligaten Wanderung-Mount Cook, ein bisschen kleiner als der in Neuseeland-Anker auf und mit neuer Crew weiter Richtung Norden. Mit kleinem Zwischenstop in Rocky Island nach Lizard Island.
    Unser erster Aufenthalt ist Watson Bay.
    Hatte schon fast vergessen dass es noch so schoene Plaetze gibt! Nicht nur die Szenerie, auch die Wasserqualitaet ist gut, was man ja von kaum einer Insel an der Australischen Ostkueste behaupten kann. Die Aussicht von Cooks Lookout(Was die bloss immer mit diesem Koch haben) ist traumhaft. Wasserfarben in allen Tuerkis- und Blautoenen.


    Orchidee mit Ameise

    Der Lizard von Lizard Island


    My Japanese Safety Boots

    Schoene Aussicht



    Zum Schnorcheln wird es dann richtig spektakulaer als wir in die NW-Bay verholen. Das erste mal gesunde Hartkoralle in Oz(traurig aber wahr). Jede Menge Fisch und gelbe Nationalparkzone. Das bedeutet engeschraenktes Harpunieren erlaubt.
    Erst mal einen grossen Papagaifisch-muss Fritzi, meiner Crew, ja rohen Fisch nahebringen, was mit dem Rezept fuer poisson cru, parrotfish in Kokosmilch eigentlich immer gelingt. Dann einen schoenen Zackenbarsch fuers Abendessen. Die sind hier fuer kommeziellen Fischfang wegen Ciguateragefahr auf 6 Kilo max limitiert. Da sollte ich dann mit meinem knapp 2k Exemplar im gruenen Bereich liegen. Seit Vanuatu bin ich da ja etwas vorsichtiger geworden... Weils so schoen ist gehe ich am drop off noch auf pelagische Spezies-ist ja nicht schlecht noch was fuer den Kuehlschrank zu haben. Nach einer Weile erfolglosem Abtauchen und warten auf 10m kommt endlich eine passable Makrele vorbei. Bingo, zeit nach hause zu gehen. Ich paddel schon mal los, mit meinem Opfer, das im vom Harpunenpfeil plus Leine vorgegebenem Radius Kreise zieht, im Schlepp. Dummerweise denke nicht nur ich hauptsaechlich ans Essen. Ein Kartoffelzackenbarsch von nahezu meiner eigenen Laenge folgt der wild ihre Kreise ziehenden, manoevrierbehinderten, Makrele. Kaum werde ich diesen gewahr taucht ein zweiter selben Kalibers auf. Voelligst unbeeindruckt von meinem Gebruell dass das mein Fisch ist machen die sich ueber meine Beute her. Mit der Harpune stossen wird gar nicht bemerkt und nach den Viechern treten fuehrt auch nur zu einer Beschleunigung meiner selbst. Den Fisch hab ich laengst aufgegeben-ist eh nur noch die Haelfte da, einfach mit einem Haps in der Mitte durchgebissen. Mir geht es eigentlich nur noch darum heil und inclusive Harpune aus der Sache rauszukommen. Inzwischen haben sich, wie bei einer derartigen Darbietung nicht anders zu erwarten, ein paar Vertreter der Spezies der Knorpelfische eingestellt. Die Tatsache, dass Ben(Gypsie Soul) erst kuerzlich, nur ein paar hundert Meilen von hier, beim Speerfischen von einem Hai gebissen wurde, laesst mich den Schliessmuskel schon ziemlich zusammenkneifen.

    Gluecklicherweise haben die Beiden aber Sekunden spaeter ihre Mahlzeit sauber vom Spiess gegessen ohne diesen versehentlich mit zu verschlucken.

    Noch ein Tag traumhaftes Schnorcheln, dann ist es aber endgueltig Zeit zu gehen-bis Darwin sind es immer noch fast 1000 Meilen.
    Naechster Halt Stanley Island, Flinders Group. Eine Australische Seglerfamilie, die ich aus Brisbane kenne legt uns Nahe auf die andere Seite der Insel zu verlegen um den Walk zu den besten Aboriginal Cavepaintings Australiens nicht zu verpassen. Nun ja, diesmal habe ich Photos geschossen damit sich der geneigte Leser selbst ein Bild machen kann...


    Voll die Kultur


    Beim Anlanden mit dem Beiboot lassen wir diesmal ganz besondere Vorsicht walten. Sorgfaeltig wird der Strand nach Krokodilspuren abgesucht. Die Geschichten der selben Familie ueber Krokodilattacken haben bei Fritzi einen derart nachhaltigen Eindruck hinterlassen, dass sie sich gar nicht mehr allein an Land traut. Trotzdem keine Grossreptilien gesichtet.

    Schon wieder Starkwindwarnung. Der Vorteil der Wegstuecks das noch vor uns liegt sind die vielen Riffe die jetzt relativ nah an die Kueste heranruecken. Man muss zwar sehr sauber navigieren, dafuer kann man, in Lee der Riffe, den gegebenen Windverhaeltnissen entsprechend schnell, und trotzdem komfortabel segeln. Fuer den 65 Meilen Schlag bis Morris Island setzen wir gemuetlich, nach dem Fruehstueck, die Segel und kommen noch lange vor Sonnenuntergang an.
    An Speerfischen und Schnorcheln ist so nahe am Festland natuerlich nicht zu denken. Auch bei mir haben die Krokodilgeschichten eine gewisse Wirkung hinterlassen. Also bleibt uns nur der Sandhaufen, der bei dem gerade voellig bedeckten Himmel nicht besonders einladend aussieht. Aber irgendwie hat er was. Mit seiner einsamen Palme die gerade so aussieht als wuerde sie gleich abknicken.


    Ganz schoen windig


    Weils so schoen ist bleiben wir gleich 6 Tage dort-vielleicht auch weil aus der Starkwindwarnung eine Sturmwarnung wurde. Das Geblaese das ein Hoch ueber New South Wales von 1042hp entwickelt mag ich auch nicht in Lee der Riffe freiwillig unter Segel abwettern.
    Was solls, fuer Abendunterhaltung ist gesorgt. Ein paar Fischer haben auch gerade nichts anderes zu tun als abzuwarten und tagsueber gehe ich Pelikane schiessen. Mit der Kamera.


    Gleich liegt er im Wasser

    Familienbande


    Durchstarten

    Es lebt sich gar nicht so schlecht auf unserer Privatinsel



    Zurueck auf Starkwindmodus gehts dann auch gleich durch bis Cape York. Gemessen an der Abgelegenheit dieses Landzipfels ist da ganz schoen viel Betrieb. Fuer uns liegt es ja auf dem Weg, aber der Rest faehrt bald tausend Kilometer ueber Ruettelpisten oder mietet sich einen Helikopter, nur um einmal am noerdlichsten Punkt des australischen Kontinents zu stehen. Na wenns schoen macht...


    Been there-done that

    Gemessen an der Groesse der Erbauer ist dieser Termitenhuegel groesser als das WTC es jemals war

    Jedem sein Beweissfoto

    Noch um die Ecke die 20 Meilen bis Seisia gesegelt, was der naechste Supermarkt und Wasserhahn zu Cape York ist. Dann auf zur ersten Passage seit langem. Seisia-Darwin: gut 750 SM. Das Wetter ist uns gut gesonnen. Es folgt eine der problemlosesten und gemuetlichsten Ueberfahrten die ich je unternommen habe. 7 Tage moderate Winde von Achtern bringen uns langsam aber sicher nach Darwin.


    zur Abwechslung Delphine


    Abendstimmung unterwegs


    Anker fallen! am Dienstag 2.August 2005 16.30 Queensland Zeit. Mal sehen ob es mir gelingt die bescheuerte 1/2h Zeitverschiebung zum Northern Territory fuer die folgenden 2 Wochen hier zu ignorieren.